Ein Affolter soll möglichst natürliche Wuchsbedingungen auf kleinem Raum nachbilden. Dazu stellen wir uns die Fragen, wie Obstbäume unter natürlichen Bedingungen wachsen? Wir richten dazu unseren Blick nach Osten - nach Kasachstan. Hier wachsen Apfelbäume in Waldgesellschaften. Aber auch in unseren Breiten wuchsen noch vor 100 Jahren Apfel- und Birnenbäume in Wäldern. Vor diesem Hintergrund testen wir im Projekt, ob Obstbäume besser in Vergesellschaftung mit anderen passenden Wildpflanzen wachsen, als mit weiten Abständen zu anderen Bäumen auf einer Wiese.
Unsere Testflächen für die Affolter liegen in Baden-Württemberg auf zumeist flachgründigen, kalkreichen Böden. Als Begleitpflanzen für unsere Apfel- und Birnenbäume wählten wir:
Die Gehölze sind der LUBW-Broschüre ,,Gebietseigene Gehölze in Baden-Württemberg” entnommen. Es handelt es sich speziell um heimische Gehölze für die Landkreise Reutlingen und Tübingen.
Durch die vielen verrottenden Pflanzenteile (Laub, Zweige) in einem Laubwald, sind deren Böden meist nährstoffreich und feucht. Deshalb bauen wir bereits im Herbst vor der Pflanzung ein Holzgestell, welches wir mit Laub und fragmentiertem Zweigholz füllen (ca. 20 cm). Die Höhe der holzigen Seitenwände richtet sich nach dem Wild- und Beweidungsdruck. Gleichzeitig schützt die Umrandung vor zu viel Sonne und austrocknenden bodennahen Winden.