"Die Steinobstkerne müssen aber, ehe sie in die Erde kommen, in einer Aschenlauge geweicht werden, welches den Keim befördert. Im Jänner oder Hornung nehme man gute Gartenerde, rühre die Kerne ganz gleich in dieselbe, so, dass Alles wohl unter einander kommt, dann schütte man dieses in ein Gefäß, und gieße so viel kaltes Wasser hinzu, bis Alles ganz feucht wird. Dieses Gefäß stellet man an einen kalten Ort, wo es recht start gefrieren kann, und lässt es daselbst den noch übrigen Winter. Zu lange aber darf diese Erde mit den Kernen nicht angefroren bleiben, damit selbe nicht ankeimen können. Will man aber diese Art und Weise nicht gebrauchen, so soll man die Kerne, beiläufig vier Tage vor dem Einlegen, in Wasser weichen, und dann nur die vollkommensten, d.i., die schön aufgelaufenen, nehmen." (Schranz, Jakob (1836): Der Obstgarten im Gebirge: Meine vielfältigen Erfahrungen ind er edlen Obstbaumzucht. Seite 1 ff.

Bildquelle: pixabay.com